Freitag, 13. Januar 2012

"heute Nacht würde ich am liebsten unter meinem Bett schlafen"

Man schämt sich dafür glücklich zu sein - nicht vor anderen, aber vor sich selbst.
Man bestraft sich für jedes Lachen.
Man geht Situationen aus dem Weg, die einen glücklich machen (könnten).
Eine innere Stimme verbietet einem Dinge zu genießen oder zu viel Positives zu empfinden und der Verstand lässt sich mit Nichts mehr ausschalten - Herz funktioniert nicht mehr.
Innerlich lobt man sich für jedes negative Gefühl und jede Träne bringt mehr Hass mit sich, weil einem erst beim Weinen bewusst wird, wie scheisse es einem wirklich geht.
Man beginnt sich selbst für die schlechte Laune zu hassen und gleichzeitig suhlt man sich darin und genießt es noch tiefer zu graben.
Ich beginne Menschen unerträglich zu finden, die mir sagen, dass ich schön bin, oder die mich sogar für lustig halten - und wende mich von ihnen ab.

Aggression gewinnt an Macht, weil Gewalt, wenn auch nur gedacht, das Negative in einem verstärkt.
Hass wird real, jedoch gibt es keinen Gegner, kein Ziel, das wirklich gehasst werden kann - man selbst und der eigene Verstand werden zur größten Angriffsfläche dafür.
Gereiztheit steht am Tagesprogramm - scheiss Sonne....

Mutlosigkeit und Trauer sind die Folgen von alledem und stellen einen nur wieder an den Anfang des Kreises.

Dienstag, 10. Januar 2012

the sticky one

Sie: Du hast da was.
Er: Was denn?
Sie: Es klebt an dir.
Er: Mach es weg!
Sie (irritiert): Es geht nicht...
Er (liebevoll): Hmmm, probiers noch mal.
Sie zerrt daran.
Er: Autsch.
Sie schweigt.
Er: Ich glaube, dass funktioniert nicht.
Sie (verzweifelt): Aber es muss gehen!
Er schweigt.
Sie (fast panisch): Bitte mach es ab.
Er (entschlossen, aber traurig): Es geht nicht, weil es zu mir gehört.
Sie (weinerlich): Autsch!

Dienstag, 3. Januar 2012

Gedanken von gestern Nacht II

5 years ago

Ich saß auf der Couch in meinem Wohnzimmer und tippte einen etwas verdrehten Eintrag in meinen Blog.
Mein Kopf war voll.... ganz voller Dinge, die mich beschäftigten, mir nächtlich die Tränen in die Augen jagten - aus verschiedensten Gründen.
Mal war es Angst, mal Verzweiflung, ein anderes Mal konnte es auch Freude, Zufriedenheit oder aber auch Überforderung sein.
Grundsätzlich empfand ich mein Leben als anstrengend. All das was mich beschäftigte, belastete mich sehr. Ich war eigentlich nur mehr am Aushandeln wann ich wo sein sollte, wollte oder musste und fühlte mich irgendwie zerrissen.... aber das war noch nicht das eigentlich Schlimme, denn das tat ich nur, um mich nicht mit anderen Dingen auseinander setzen zu müssen.
Einige Deadlines tummelten sich im meinem Kopf und verknäulten sich immer mehr zu einem unlösbaren Knoten.
Gedanken an die Zukunft, an das Dann, waren ständig präsent - ich wünschte mich in eine andere Zeit und konnte es eigentlich kaum erwarten. Nachts lag ich oft wach und malte mir vor meinem inneren Auge aus, wie es denn in 5 Jahren sein würde.
Da wären dann so Entscheidungen wie, was will ich machen, wenn ich meine DA fertig habe, wo werde ich wohnen, wie vereinbare ich alles mit meinen Freunden, wie werde ich mit ihr klarkommen, wie wird es sein, wird sich alles so verändern, dass es für alle Beteiligten gut ist?! Ich nannte das Ganze aber nicht Neugierde.... ich wusste nicht wie ich es benennen konnte. Es war wie eine Flucht, vor allem davon was mir zu diesem Zeitpunkt bevorstand.
Sich zusammen zu reißen, die Sachen anzupacken, die gerade eigentlich wichtig waren, fiel mir schwer. Es fühlte sich an, wie eine Sperre, eine innerliche, die nicht zu überwinden war....

Müde von all diesen Erinnerungen schloss ich meine Augen - vor dem JETZT.

Gedanken von gestern Nacht I

Mein Kampf mit dir

Mittlerweile nenn ich dich beim Namen.
Ich frag nach dir, zumindest wann du da sein wirst.
Dann weiß ich es, hab aber keine Ahnung, was ich mit dieser Information anfangen soll.
Dann weiß ich nur, wann du bei ihm bist, er dich im Arm hält, dich wahrscheinlich küsst.

Ich werde dir begegnen, nur welches Gefühl und wie viel davon wird sich bei mir auftun?

Du bist die Hauptfigur.
Nicht beim Uns, aber beim Du-mit-ihm.
Du tust mir weh, obwohl du nicht einmal weißt, was das heißt.
Doch ich, ich weiß das und deshalb hoffe ich, dass ich nicht selbst diejenige sein werde, die sich ins Schach-matt stellt.

Vielleicht kann es irgendwann vorbei sein. All das, was ich dir ohne dein Wissen und deine Schuld auferlege.
Du bedeutest mir viel, nicht im Sinne von Liebe.
Viel mehr in der Bedeutung selbst - wer du bist und welche Rolle du bereits jetzt, ohne dass du mich kennst, in meinem Leben spielst.