Dienstag, 3. Januar 2012

Gedanken von gestern Nacht II

5 years ago

Ich saß auf der Couch in meinem Wohnzimmer und tippte einen etwas verdrehten Eintrag in meinen Blog.
Mein Kopf war voll.... ganz voller Dinge, die mich beschäftigten, mir nächtlich die Tränen in die Augen jagten - aus verschiedensten Gründen.
Mal war es Angst, mal Verzweiflung, ein anderes Mal konnte es auch Freude, Zufriedenheit oder aber auch Überforderung sein.
Grundsätzlich empfand ich mein Leben als anstrengend. All das was mich beschäftigte, belastete mich sehr. Ich war eigentlich nur mehr am Aushandeln wann ich wo sein sollte, wollte oder musste und fühlte mich irgendwie zerrissen.... aber das war noch nicht das eigentlich Schlimme, denn das tat ich nur, um mich nicht mit anderen Dingen auseinander setzen zu müssen.
Einige Deadlines tummelten sich im meinem Kopf und verknäulten sich immer mehr zu einem unlösbaren Knoten.
Gedanken an die Zukunft, an das Dann, waren ständig präsent - ich wünschte mich in eine andere Zeit und konnte es eigentlich kaum erwarten. Nachts lag ich oft wach und malte mir vor meinem inneren Auge aus, wie es denn in 5 Jahren sein würde.
Da wären dann so Entscheidungen wie, was will ich machen, wenn ich meine DA fertig habe, wo werde ich wohnen, wie vereinbare ich alles mit meinen Freunden, wie werde ich mit ihr klarkommen, wie wird es sein, wird sich alles so verändern, dass es für alle Beteiligten gut ist?! Ich nannte das Ganze aber nicht Neugierde.... ich wusste nicht wie ich es benennen konnte. Es war wie eine Flucht, vor allem davon was mir zu diesem Zeitpunkt bevorstand.
Sich zusammen zu reißen, die Sachen anzupacken, die gerade eigentlich wichtig waren, fiel mir schwer. Es fühlte sich an, wie eine Sperre, eine innerliche, die nicht zu überwinden war....

Müde von all diesen Erinnerungen schloss ich meine Augen - vor dem JETZT.

Keine Kommentare: