Es gibt Momente, die unerklärlich bleiben, Gefühle, die es nicht erlauben in Worte gefasst zu werden und eine Verbindung zwischen uns zwei, die den unendlichen Raum von Zeit und Existenz zu sprengen vermag.
Du bist so sehr Teil von mir, meinem Leben, meinem Denken, dass es manchmal nicht leicht fällt zu trennen wo ich aufhöre und du anfängst.
Von dir getrennt zu sein, schmerzt körperlich wie seelisch, weil einfach etwas fehlt. Doch egal wie weit uns das Leben örtlich von einander trennt, wenn ich an dich denke, bist du da. Oft so nah, dass ich dich beinahe spüren kann.
Diese Verbindung ist das was mir Kraft gibt - zu wissen, dass es dich gibt, dass du an mich glaubst und dass ich dich bald wieder in meinen Armen halte, lässt mich zur Ruhe kommen.
free and unbreakable
Mittwoch, 6. April 2016
Mittwoch, 23. September 2015
Vorstiegsroute
Es fühlt sich ein bisschen an wie der Vorstieg im Kletterfelsen.
Immer an der Kippe zwischen vollem Risiko und ins Seil fallen lassen. Und stets Ausschau halten nach der nächsten Möglichkeit meinen Sicherheitskarabiner einzuklinken und für den nächsten Schritt wieder gesichert zu sein.
Und gleichzeitig schleicht sich das Vertrauen auf Altbewährtes ein, ich versuche mich an alte Gewohnheiten zu klammern, um aber fast in der gleichen Sekunde, wo ich mich durch das alte gesichert und gestärkt fühle, festzustellen, dass es diesmal anders ist.
Immer im Hinterkopf, dass man mit diesem sicheren Fehlverhalten nicht ans Ziel gekommen ist. Auch wenn es vielleicht bequemer war, war es am Ende doch mühsamer und schweißtreibender.
Und dann ist es nicht nur die Angst in der momentanen Situation möglicherweise den Halt zu verlieren, sondern viel mehr die Angst wieder auf den gewohnten Weg zu kommen und den selben - falschen - Weg ein zweites Mal einzuschlagen.
So kämpfe ich mich mit aller Kraft durch Neues und Gewohntes und Gemustertes und Ungewisses - den Tränen nahe und doch so viel stärker als erwartet.
Samstag, 15. August 2015
Lebensreich
Viele unsagbar schöne Dinge widerfahren mir.
Weil ich es zulassen kann. Es fühlt sich an, wie die ersten Schritte nach einer
langen Krankheit, die man im Bett verbracht hat. Etwas wackelig, neu, aber doch
irgendwie vertraut. Denn ich vertraue darauf, dass ich es noch kann, dass ich
weiß wie es geht. Und ja, es geht. Vielleicht etwas ungewohnt, aber doch nicht
völlig fremd.
Die Augen weit offen, die Nasenflügel geweitet
und bereit alles, jeden Lufthauch, jede Farbe, jedes kleine Detail zu spüren
und förmlich aufzusaugen.
Und plötzlich, mit einer Intensität, die nie
zuvor dagewesen scheint, lebe ich den Moment. Genau so wie er gerade passiert,
mit all seinen Facetten und Reichtümern.
Die Gegenwart legt sich wie ein Schleier über
meine bedrückenden Gedanken, die sich um die Zukunft sorgen und die
Vergangenheit beweinen. Denn nun zählt nur das Jetzt. Meine Aufmerksamkeit gilt
einzig und allein, der Schönheit des Augenblicks. Dem Schmetterling, der mein
Sichtfeld kreuzt, den wärmenden Sonnenstrahlen auf meiner Haut, dem Duft, der
vom Meer in meine Richtung weht und vor allem mir, wie ich hier sitze, die
Beine überkreuzt und atme. Oh, dieser Atem, wie er in und aus meinem Körper
strömt, mir Kraft gibt und mich mit Leben füllt - mich leben lässt.
Donnerstag, 13. August 2015
Auf den Brettern dieser Welt
Ich steh mit beiden Füßen am Boden - trotzdem
wackelig. Erst war mir nicht klar warum, doch ein kleiner Windhauch hat den
Schnee von meinen Schuhen geweht und ich sehe, dass ich an jedem Bein einen
anderen Schi trage. In Länge, Breite und Farbe völlig unterschiedlich.
Ich versuche mit dieser Situation klar zu
kommen. Probiere jeweils auf einem Bein zu stehen, balanciere und versuche das
Gleichgewicht zu halten. Aber so sehr ich mich auch bemühe, es scheint
unmöglich zur Ruhe zu kommen. Die wohl beste Idee wäre es, die Schier
abzuschnallen und mich auf ein Snowboard zu stellen. Mit beiden Beinen auf
einem Brett – das verspricht Festigkeit und Sicherheit.
Doch noch habe ich nicht den Mut die Bindung
der Schier zum Öffnen genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Moment des
Abschnallens fühlt sich in meiner Vorstellung noch wie ein Sturz an – nicht wie
der freie Fall, dem man vielleicht auch etwas Positives abgewinnen könnte.
Außerdem ist das Snowboard noch nicht in Sicht. Ich brauche es wohl erst griffbereit, dass ich meine sicheren Bretter loslassen kann.
Außerdem ist das Snowboard noch nicht in Sicht. Ich brauche es wohl erst griffbereit, dass ich meine sicheren Bretter loslassen kann.
Mittwoch, 8. Juli 2015
ich bei dir
Nicht du bist es, sondern ich bin es wenn ich bei dir bin - das ist das Gefühl, das macht es so echt.
Du lässt mich meine Luft atmen, mein Ich auf deiner Schulter ruhen.
Bei dir bin ich nicht nur ich, nein ich spüre mich, jeden Zentimeter meiner Haut, jedes Haar meines Körpers, das sich unter deinen Berührungen hebt und sich deiner streichelnden Hand entgegen streckt.
Mit dir spüre ich das Leben in mir, ich lebe es ohne darüber nachzudenken und lass es einfach zu.
In deinen Küssen versinke ich und spüre die Sehnsucht danach sobald deine Lippen meine loslassen.
Du weckst die schönsten Seiten in mir und schenkst mir das wertvollste - mich selbst.
Du lässt mich meine Luft atmen, mein Ich auf deiner Schulter ruhen.
Bei dir bin ich nicht nur ich, nein ich spüre mich, jeden Zentimeter meiner Haut, jedes Haar meines Körpers, das sich unter deinen Berührungen hebt und sich deiner streichelnden Hand entgegen streckt.
Mit dir spüre ich das Leben in mir, ich lebe es ohne darüber nachzudenken und lass es einfach zu.
In deinen Küssen versinke ich und spüre die Sehnsucht danach sobald deine Lippen meine loslassen.
Du weckst die schönsten Seiten in mir und schenkst mir das wertvollste - mich selbst.
Donnerstag, 2. Juli 2015
step by step
Schritt für Schritt schreite ich voran. Immer weiter nach vorne, immer gerade aus und der Nase nach. Über Stolpersteine, durch Wasserpfützen und mit immer wechselndem Schuhwerk versuche ich meinen Weg zu bestreiten. Ausgerüstet mit allen möglichen Hilfsmitteln strebe ich stets nach vorne, immer bedacht, nicht hinzufallen oder gar stehen zu bleiben. Manchmal senke ich meinen Blick, um genau erkennen zu können wohin ich gerade trete. Ein anderes Mal schaue ich zurück - mal mit Stolz, welche vorerst unüberwindbar scheinenden Hürden ich gemeistert habe - mal mit schmerzender Sehnsucht wieder dorthin zurückkehren zu wollen, woher ich gekommen war.
Aber vor einem Jahr verlor ich plötzlich den Boden unter meinen Füßen. Das Hinfallen fühlte sich mehr wie ein Sturz aus enormer Höhe an. Der Aufprall grob und schmerzhaft. Aufstehen und weiterlaufen schien unmöglich. Liegen bleiben und Wunden lecken war da eher angebracht. Zitternd vor Kälte, ängstlich, allein und in der Dunkelheit gefangen, kauere ich mich auf meinem staubigen kleinen Fleck Erde, der mich zu verschlingen drohte, zusammen und krümmte mich vor Kummer. Erst als der erste Schock des Sturzes überwunden war, bemerkte ich, dass ich gar nicht weit gefallen war. Der Boden gewann nach und nach an Stabilität, die Steine um mich herum wurden etwas weniger scharfkantig, der Regen lies etwas nach. Ab und zu spürte ich eine warme Hand auf meiner Schulter und mit jedem Atemzug gewann ich etwas Mut. Nach unzähligen Versuchen wieder Herr meiner Beine zu werden, schaffte ich es irgendwann mit immenser Anstrengung mich am Boden aufzurichten um mich umzusehen und meine Orientierung wieder zu erlangen. Ich wusste wohl instinktiv in welche Richtung ich mich fortbewegen musste. Aber irgendetwas hielt mich davon ab. Lieber verharrte ich noch etwas in dieser Position, schaute zurück und weinte um den Verlust des Weges, der im Nebel versunken hinter mir lag. Erst als sich mehrere Arme, wie eine unsichtbare Stütze, unter mir ausbreiteten und mir auf die Beine halfen, konnte ich den Horizont und die dort aufgehende Sonne erkennen. Etwas mutiger schaute ich nun auf das was vor mir lag. Der Himmel wurde etwas klarer, der Staub auf meiner Kleidung begann langsam zu trocknen und meine Wunden hörten auf zu bluten. Jedes neue Luftholen brachte mir etwas mehr Willenskraft und Mut den Weg weiterzugehen. Nach ein paar Schritten begannen auch die Schmerzen, die durch meine ganzen Körper zuckten, etwas schwächer zu werden. Langsam, ganz langsam versuchte ich einen Fuß vor den anderen zu setzen und merkte, dass mir das besser gelang, als ich es für möglich gehalten habe. Mit wackeligen Beinen und einem stets andauernden Zittern in den Knien traute ich mich sogar kleine Hindernisse zu überwinden. Manche Steine, die sich vor mir ausbreiteten und unüberwindbar schienen, erforderten besonderer Begutachtung und geduldiger Überwindungsstrategieentwicklung. Immer wieder ertappte ich mich dabei innerlich aufzugeben, alles hinschmeißen zu wollen. Doch der innere Antrieb und der Wunsch voranzukommen machten sich immer wieder bemerkbar und waren letztendlich die ausschlaggebende Kraft, die mich dazu zwang meine Knie durchzustrecken und den nächsten Schritt zu tun.
Aber vor einem Jahr verlor ich plötzlich den Boden unter meinen Füßen. Das Hinfallen fühlte sich mehr wie ein Sturz aus enormer Höhe an. Der Aufprall grob und schmerzhaft. Aufstehen und weiterlaufen schien unmöglich. Liegen bleiben und Wunden lecken war da eher angebracht. Zitternd vor Kälte, ängstlich, allein und in der Dunkelheit gefangen, kauere ich mich auf meinem staubigen kleinen Fleck Erde, der mich zu verschlingen drohte, zusammen und krümmte mich vor Kummer. Erst als der erste Schock des Sturzes überwunden war, bemerkte ich, dass ich gar nicht weit gefallen war. Der Boden gewann nach und nach an Stabilität, die Steine um mich herum wurden etwas weniger scharfkantig, der Regen lies etwas nach. Ab und zu spürte ich eine warme Hand auf meiner Schulter und mit jedem Atemzug gewann ich etwas Mut. Nach unzähligen Versuchen wieder Herr meiner Beine zu werden, schaffte ich es irgendwann mit immenser Anstrengung mich am Boden aufzurichten um mich umzusehen und meine Orientierung wieder zu erlangen. Ich wusste wohl instinktiv in welche Richtung ich mich fortbewegen musste. Aber irgendetwas hielt mich davon ab. Lieber verharrte ich noch etwas in dieser Position, schaute zurück und weinte um den Verlust des Weges, der im Nebel versunken hinter mir lag. Erst als sich mehrere Arme, wie eine unsichtbare Stütze, unter mir ausbreiteten und mir auf die Beine halfen, konnte ich den Horizont und die dort aufgehende Sonne erkennen. Etwas mutiger schaute ich nun auf das was vor mir lag. Der Himmel wurde etwas klarer, der Staub auf meiner Kleidung begann langsam zu trocknen und meine Wunden hörten auf zu bluten. Jedes neue Luftholen brachte mir etwas mehr Willenskraft und Mut den Weg weiterzugehen. Nach ein paar Schritten begannen auch die Schmerzen, die durch meine ganzen Körper zuckten, etwas schwächer zu werden. Langsam, ganz langsam versuchte ich einen Fuß vor den anderen zu setzen und merkte, dass mir das besser gelang, als ich es für möglich gehalten habe. Mit wackeligen Beinen und einem stets andauernden Zittern in den Knien traute ich mich sogar kleine Hindernisse zu überwinden. Manche Steine, die sich vor mir ausbreiteten und unüberwindbar schienen, erforderten besonderer Begutachtung und geduldiger Überwindungsstrategieentwicklung. Immer wieder ertappte ich mich dabei innerlich aufzugeben, alles hinschmeißen zu wollen. Doch der innere Antrieb und der Wunsch voranzukommen machten sich immer wieder bemerkbar und waren letztendlich die ausschlaggebende Kraft, die mich dazu zwang meine Knie durchzustrecken und den nächsten Schritt zu tun.
Sonntag, 29. Dezember 2013
Von Jägerinnen und Sammlerinnen
Die eine ist ständig auf der Suche. Steckt die besten Jagdreviere ab, legt sich auf die Pirsch und hält stets die Augen offen. Sie bringt ihre Beute nach Hause, präsentiert sie stolz und verliert nach getaner Arbeit wohl sehr schnell das Interesse.
Die andere nimmt sich etwas mehr Zeit. Ist sehr lange unterwegs, steckt alles was schön ist in ihre Taschen und hortet ihre Beute. Zu Hause hegt und pflegt sie ihre Errungenschaften und ist stets bedacht, dass es ihren Sammelstücken gut geht. Dafür verzichtet sie auch gerne selbst. Doch sie behält ihre schönen Dinge oft zu lange. Dann versucht sie ihr Bestes sie vorm Verwesen zu retten. Meistens endet es dann damit, dass sie wohl oder übel aufgeben muss, ihr erneutes Misslingen betrauert, bis sie sich abermals auf die Reise begibt. Und das Sammel nimmt kein Ende...
Die andere nimmt sich etwas mehr Zeit. Ist sehr lange unterwegs, steckt alles was schön ist in ihre Taschen und hortet ihre Beute. Zu Hause hegt und pflegt sie ihre Errungenschaften und ist stets bedacht, dass es ihren Sammelstücken gut geht. Dafür verzichtet sie auch gerne selbst. Doch sie behält ihre schönen Dinge oft zu lange. Dann versucht sie ihr Bestes sie vorm Verwesen zu retten. Meistens endet es dann damit, dass sie wohl oder übel aufgeben muss, ihr erneutes Misslingen betrauert, bis sie sich abermals auf die Reise begibt. Und das Sammel nimmt kein Ende...
Dienstag, 19. November 2013
Projektionskünstler
Psychoanalytische Definition: unbewusste Verlagerung eigener Wünsche, Gefühle und Vorstellungen auf andere Personen oder Objekte.
Meine Ängste, Wut, Trauer, Hoffnungen haben einen neuen Namen!
Ein Jahr lang trugen all meine Gefühle und Gedanken Mädchenkleider. Doch all das Glitzer, pink und rosa wurde von dunklen Stoffen überschattet. Seit einiger Zeit gelingt es den Farben aber an Glanz zu gewinnen und verdrängen nicht nur die Schatten, sondern wohl auch die bauchschmerzlichen Gedanken. Das Mädchen wurde Teil von mir und bietet jetzt zu wenig Projektionsfläche für das Schlechte. Zwar noch mit grauen Fäden durchzogen, die noch nicht ganz in das Prinzessinnenbild passen, aber zu lieb und niedlich für Negatives.
Eine neue Leinwand muss her. Und noch nicht mal bewusst, dass eine solche Anschaffung nötig wird, ist es schon passiert. Diesmal allerdings drängt sich die große Fläche mit viel Fell und einer eiskalten Schaunze in mein Sichtfeld. Zuallererst landen alle meine Hoffnungen auf ihr. Hoffnung, dass alles besser wird. Wieder mal eine viel zu große Verantwortung für ein so kleines Wesen. Hach, hatten wir das nicht schon mal?!
Die Zukunft glänzt und glitzert in ihren Augen. Die Welt bekommt Farbe und breitet sich vor uns aus.
Doch ein Wimpernschlag, eine unglückliche Ungerechtigkeit, eine getroffene Kurzschlussentscheidung und plötzlich ist da so viel Raum für Wut, Angst, Trauer, und Dunkelheit. Eine Welt bricht zusammen. Eine Welt die nur in meiner Phantasie aufgeblüht war und nun so plötzlich verweste. Die Kraft meiner Vorstellung schaffte es, mir die Blüte nicht nur vorzustellen, sondern sie zu spüren, zu riechen, bei mir zu tragen und wahrhaftig zu spüren. Und genauso intensiv wie der Geruch, die Zartheit und die Weiche meiner Hoffnungen war augenblicklich die Härte und Kälte der Hoffnungslosigkeit.
Den Schalter der Phantasie auf OFF schalten und dem Leben Platz geben. Das Hier und Jetzt bevorzugen und das Gestern und Morgen in den Keller sperren. Da macht meine Phantasie halt - unfähig mir das auch nur vorzustellen wird die kleine Fellschnauze wohl noch eine Zeit lang herhalten und meine gedankliche Gewalt ertragen müssen.
Meine Ängste, Wut, Trauer, Hoffnungen haben einen neuen Namen!
Ein Jahr lang trugen all meine Gefühle und Gedanken Mädchenkleider. Doch all das Glitzer, pink und rosa wurde von dunklen Stoffen überschattet. Seit einiger Zeit gelingt es den Farben aber an Glanz zu gewinnen und verdrängen nicht nur die Schatten, sondern wohl auch die bauchschmerzlichen Gedanken. Das Mädchen wurde Teil von mir und bietet jetzt zu wenig Projektionsfläche für das Schlechte. Zwar noch mit grauen Fäden durchzogen, die noch nicht ganz in das Prinzessinnenbild passen, aber zu lieb und niedlich für Negatives.
Eine neue Leinwand muss her. Und noch nicht mal bewusst, dass eine solche Anschaffung nötig wird, ist es schon passiert. Diesmal allerdings drängt sich die große Fläche mit viel Fell und einer eiskalten Schaunze in mein Sichtfeld. Zuallererst landen alle meine Hoffnungen auf ihr. Hoffnung, dass alles besser wird. Wieder mal eine viel zu große Verantwortung für ein so kleines Wesen. Hach, hatten wir das nicht schon mal?!
Die Zukunft glänzt und glitzert in ihren Augen. Die Welt bekommt Farbe und breitet sich vor uns aus.
Doch ein Wimpernschlag, eine unglückliche Ungerechtigkeit, eine getroffene Kurzschlussentscheidung und plötzlich ist da so viel Raum für Wut, Angst, Trauer, und Dunkelheit. Eine Welt bricht zusammen. Eine Welt die nur in meiner Phantasie aufgeblüht war und nun so plötzlich verweste. Die Kraft meiner Vorstellung schaffte es, mir die Blüte nicht nur vorzustellen, sondern sie zu spüren, zu riechen, bei mir zu tragen und wahrhaftig zu spüren. Und genauso intensiv wie der Geruch, die Zartheit und die Weiche meiner Hoffnungen war augenblicklich die Härte und Kälte der Hoffnungslosigkeit.
Den Schalter der Phantasie auf OFF schalten und dem Leben Platz geben. Das Hier und Jetzt bevorzugen und das Gestern und Morgen in den Keller sperren. Da macht meine Phantasie halt - unfähig mir das auch nur vorzustellen wird die kleine Fellschnauze wohl noch eine Zeit lang herhalten und meine gedankliche Gewalt ertragen müssen.
Dienstag, 8. Januar 2013
new year, new job, old life
Der Nebel hängt so tief, dass ich die Silvesterraketen kaum sehen kann. Ohhh, rot...., ohhh grün...., aber das wars auch schon. Das neue Jahr ist so schnell gekommen, wie das alte aufgehört hat. Und was es nun alles mit sich bringen wird, kann ich wohl erst in über 300 Tagen beurteilen. Aber eines weiß ich wenigstens - meinen alten tristen Job hab ich in 2012 gelassen. Und das ist bestimmt gut so. Denn der neue fühlt sich gut an, besser auf jeden Fall.
Trotzdem, auch wenn Neues Gutes bringt, liegt noch viel zu viel Müll in meiner Wohnung. Da stehen massenhaft Kartons, ungeöffnet, vergessen, verstaubt. Schachteln aus hartem Papier, voller verschwiegener Gedanken, Träume und Probleme. Sie aufzureißen wäre wohl zu anstrengend, sie einfach wegzuräumen zu viel Aufwand. Also lass ich sie mal stehen. Vielleicht findet das ach so tolle Jahr ja eine Lösung für diese blutenden Vierecke. Ich jedenfalls bin es leid, diese Dinge von einer Nische in die nächste zu schieben.
Es ist genug.
Genug Kampf mit Dingen, die mein Bauchweh nur verschlimmern. Dieses Bauchweh, das ist immer noch da. Manchmal sogar schlimmer als bisher. Manchmal aber, da ist es plötzlich ganz weg und auf einmal mit ihm all die Kisten. Da sieht meine Wohnung plötzlich blitzeblank aus und es scheint sogar die Sonne. Doch ein Wort, ein Anruf, ein was-auch-immer und der Hammer in mir schlägt wieder zu.
Darf man sich eigentlich etwas wünschen zu Neujahr? Oder ist das nur so ein Gerede? Weil Vorsätze brauch ich mir wohl keine zu machen, dass hat im letzten Viertel (sic!) auch nie geklappt. Tja also, wenn ich mir was wünschen darf, dann wohl, dass es ein gutes Jahr wird.... Am besten aber wäre es, wenn mir jemand beim Beseitigen meines Abfalls helfen würde. Dafür bedarf es aber jemanden, der es erträgt schwer zu tragen, tage-, wochen-, ja vielleicht sogar monatelang Dinge auf sich zu nehmen, die untragbar sind.
Ja vielleicht wünsche ich mir JEMANDEN - vielleicht aber,
wünsche ich mir auch nur MICH.
Dinge auf mich zukommen zu lassen, war noch nie meine Stärke. Vielleicht ist es an der Zeit einfach das zu ändern....
Dienstag, 20. November 2012
eingeschränkte Freiheit
Ich wandle derzeit durch mein Leben wie ein einarmiger Bandit.
Eine sehr dumme Verletzung verschafft mir eine neugewonnene (hoffentlich kurzweilige) eingeschränkte Freiheit. Da ich natürlich gerade arbeitsunfähig bin, kann ich meiner schon so deprimierenden Arbeit entfliehen und doch hat das Ganze mit Freiheit nur wenig zu tun.
Ich kann mich weder selbst an- oder ausziehen, geschweige denn mir was zum Essen kochen. Ständig abhängig zu sein von der Hilfe anderer ist echt anstrengend und man hat das Gefühl völlig unselbstständig zu sein - das frustriert extrem. Jeder kleine Triumph, wie den Hosenknopf zu machen zu können, oder die Zahnpasta auf die Bürste zu bekommen, ist ein großer Erfolg. Wahnsinn, wozu man nicht alles zwei gesunde Hände braucht.
Diesen Eintrag zu tippen und dabei auch noch auf die Großschreibung zu achten, dauert wohl mindestens 3x so lang, wie sonst.
hhhmmm.... wahrscheinlich wir Freiheit doch überbewertet!!
Mittwoch, 7. November 2012
IdEaLiSt
Intuition und Gefühl ist die Mischung, die den Idealisten (Melancholiker) ergibt. Sie sehen in das Herz der Menschen, suchen tiefe Freundschaften und Interaktion mit anderen. Sie leben menschenzentriert. Sie als Idealist befinden sich in einem lebenslangen Prozess des Werdens. Sie suchen nach einem besonderen Sein, möchten eine unverwechselbare, besondere Identität haben. Sie suchen also ein Ziel. Das ist anders als bei den anderen drei Temperamenten. Diese haben ein Ziel. Da die anderen Typen ein Ziel haben und dies als natürlich ansehen, verstehen sie Sie als Idealisten nicht recht, weil Sie nach einem Ziel suchen. Man sagt, Woodstock sei ein gigantisches Idealisten-Festival gewesen, das zunehmend durch das massenhafte Dazukommen von Jägern "gestört" wurde. Idealisten haben starke Angst vor Einordnung. Sie haben Angst, verloren als Teil der Masse dazustehen. überall suchen Sie nach Zeichen Ihrer eigenen Bedeutung. Sie sind daher voller Leidenschaft, kreativ zu sein. Sie lieben es, anderen Menschen etwas Besonderes zu geben. Sie lieben es, normalen Menschen beizustehen, Ihnen zu helfen. Sie geben gerne Rat. Sie sind liebevoll und diplomatisch, haben eine einmalige Intuition für Menschen, der Sie einfach vertrauen. Sie müssen über menschliche Dinge nicht argumentieren oder Verhaltensgründe sortieren. Sie wissen fühlend. Sie als Idealist leben in der Zukunft, wo das gesuchte Ziel wartet. Sie leben im Möglichen, nicht so sehr im Wirklichen. Sie sind romantisch und begeisterungsfähig. Sie können, wenn Sie auf neuen Sinn treffen, auf der Stelle die Richtung ändern, was Sie zu schillernden Menschen machen kann. Wir sehen Sie manchmal als Schmetterling. Idealisten haben eine Diplomatische Intelligenz.
Idealisten suchen bei Ihrer Arbeit nach Selbstverwirklichung, Identität und Integrität. Wenn Ihnen Ihre Arbeit das nicht bieten kann werden Sie oft von Schuldgefühlen geplagt, da Sie dann zur Überzeugung gelangen, dass Ihr wahres Selbst weniger bedeutend ist, als es sein sollte.
Der Idealist (ca. jeder achte Mensch) möchte bedeutende Rollen spielen, möchte dass seine Beiträge Anerkennung finden. Die Idealisten streben besonders bei Ihrer Arbeit nach Vollkommenheit (das vollkommene Kunstwerk, Theaterstück, Roman, Film, Beziehung). Die Arbeit mit Menschen ist den Idealisten wichtiger als allen anderen Temperamenten.
Ihre Stärken
Persönlicher und charismatischer Umgang mit anderen
Sie sind einfühlend und verständnisvoll
Sie sind fürsorglich, enthusiastisch und wortgewand
Zu Ihnen passen alle Tätigkeiten die die Möglichkeit bieten sich selbst zu finden
Sie richten Ihre Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse anderer und Sie bringen die Stärken anderer zum Vorschein
Ihre Schwächen
Arbeiten in allen kaufmännischen und naturwissenschaftlichen Berufen
Sie haben einen Hang dazu, sich beim Zuhören und Zeigen von Anerkennung zu den anderen zu verausgaben (Sie wenden einen erheblichen Teil Ihrer Zeit für die Prioritäten anderer auf)
ganz gut getroffen dieser Persönlichkeitstest... als ob ich das alles nicht schon gewusst hätte, HAHA!!
Idealisten suchen bei Ihrer Arbeit nach Selbstverwirklichung, Identität und Integrität. Wenn Ihnen Ihre Arbeit das nicht bieten kann werden Sie oft von Schuldgefühlen geplagt, da Sie dann zur Überzeugung gelangen, dass Ihr wahres Selbst weniger bedeutend ist, als es sein sollte.
Der Idealist (ca. jeder achte Mensch) möchte bedeutende Rollen spielen, möchte dass seine Beiträge Anerkennung finden. Die Idealisten streben besonders bei Ihrer Arbeit nach Vollkommenheit (das vollkommene Kunstwerk, Theaterstück, Roman, Film, Beziehung). Die Arbeit mit Menschen ist den Idealisten wichtiger als allen anderen Temperamenten.
Ihre Stärken
Ihre Schwächen
ganz gut getroffen dieser Persönlichkeitstest... als ob ich das alles nicht schon gewusst hätte, HAHA!!
Montag, 10. September 2012
bellyache
Alles neu, alles anders, alles Linz.
Eine neue Stadt darf ich seit kurzem mein neues zu Hause nennen. Es ist gar nicht mal so schlecht. Die Wohnung ist richtig toll geworden - zum Wohlfühlen, das Zusammenleben ist einfacher als erwartet - zum Kennenlernen und die Leute, die mich hier in Empfang genommen haben sind herzlich - zum Gernhaben. Aber trotzdem gibt es viele Moment mit Bauchweh.
Der Start in einen neuen Job, das Selbstständig-sein, wenn auch schon bekannt, trotzdem ganz neu und anders, das Frei-fühlen. Letzteres fällt mir etwas schwer, denn daran merke ich, dass ich einen großen Teil, oder besser gesagt ganz viele kleine Teile in meiner alten Heimat zurück gelassen oder auch einfach vergessen habe. Ich sehne mich nach Freundschaft, nach der einen besonders. Ich sehne mich nach Orten, die mir vertraut sind und mir Geborgenheit und Alltäglichkeit vermittelten.
Bauchweh, Bauchkribbeln - eines von beiden ist wohl ständig mein Begleiter. Aufregung und Angst wechseln sich ab, aber der Adrenalinpegel sinkt kaum. Anstrengend ist das. Und müde macht es.
Und müde und angestrengt bin ich gerade von einem speziellen Bauchweh, dessen Ursache ich nicht ergründen kann. Aber es hat was mit Vertrauen, Nicht-trauen, Angst, Unsicherheit, Eifersucht und Nicht-wahr-haben-wollen zu tun. Autsch. Schon wieder.
Und morgen schlafe ich zum ersten Mal alleine in der neuen, supidupi Pärchenwohnung. Mal schauen welches Bauchgefühl mich da besuchen kommt?!
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