Viele unsagbar schöne Dinge widerfahren mir.
Weil ich es zulassen kann. Es fühlt sich an, wie die ersten Schritte nach einer
langen Krankheit, die man im Bett verbracht hat. Etwas wackelig, neu, aber doch
irgendwie vertraut. Denn ich vertraue darauf, dass ich es noch kann, dass ich
weiß wie es geht. Und ja, es geht. Vielleicht etwas ungewohnt, aber doch nicht
völlig fremd.
Die Augen weit offen, die Nasenflügel geweitet
und bereit alles, jeden Lufthauch, jede Farbe, jedes kleine Detail zu spüren
und förmlich aufzusaugen.
Und plötzlich, mit einer Intensität, die nie
zuvor dagewesen scheint, lebe ich den Moment. Genau so wie er gerade passiert,
mit all seinen Facetten und Reichtümern.
Die Gegenwart legt sich wie ein Schleier über
meine bedrückenden Gedanken, die sich um die Zukunft sorgen und die
Vergangenheit beweinen. Denn nun zählt nur das Jetzt. Meine Aufmerksamkeit gilt
einzig und allein, der Schönheit des Augenblicks. Dem Schmetterling, der mein
Sichtfeld kreuzt, den wärmenden Sonnenstrahlen auf meiner Haut, dem Duft, der
vom Meer in meine Richtung weht und vor allem mir, wie ich hier sitze, die
Beine überkreuzt und atme. Oh, dieser Atem, wie er in und aus meinem Körper
strömt, mir Kraft gibt und mich mit Leben füllt - mich leben lässt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen